Obwohl das Simple Moving Average ein tolles Werkzeug ist, hat diese Methode doch auch einen entscheidenden Nachteil. SMA`s sind sehr anfällig bei Spitzen.
Beispiel dafür:
Wir haben SMA Chart, mit den Schlusspreisen der letzten 5 Tage (Handelsperiode sind 24 Stunden) auf unserem Bildschirm:
Tag 1: 1,2345
Tag 2: 1,2350
Tag 3: 1,2360
Tag 4: 1,2365
Tag 5: 1,2370
Der einfache gleitende Mittelwert (SMA) würde so berechnet:
(1,2345+1,2350+1,2360+1,2365+1,2379) / 5 = 1,2358
Was passiert wenn der Preis am zweiten Tag bei 1,2300 liegt? Das Ergebnis des einfachen Mittelwertes wäre deutlich niedriger, also dem SMA zufolge würde der Preis sinken, obwohl er in Wirklichkeit steigt. Tag 2 war mitunter nur ein einmaliges Ereignis (z.B. Folge von Zinssenkungen).
Um es auf den Punkt zu bringen, manchmal ist ein Simple Moving Average vielleicht zu einfach.
Uns steht aber noch ein weiteres Werkzeug zur Verfügung, nämlich das Exponential Moving Average.
Exponential Moving Averages (EMA) legen mehr Gewicht auf die letzten Perioden. In unserem Beispiel würden die Tage 3 bis 5 stärker in die Berechnung einfließen, was bedeutet dass die Spitze an Tag 2 nicht so sehr ins Gewicht fallen würde. Das EMA gibt also mehr Aufschluss darauf was die Trader im Moment machen.
Beim Traden, ist es viel wichtiger zu wissen was die Trader gerade tun, als das was diese irgendwann in der Vergangenheit getan haben.